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Beim Mikroblogging sendet der Blogger kurze Nachrichten an sein persönliches Blog auf einer Website. Diese so genannten Mikroposts können öffentlich auf einer Website und für jeden lesbar sein oder einem privaten Nutzerkreis vorbehalten bleiben. Zum Lesen der Posts stehen verschiedene Wege zur Verfügung: Sie können online gelesen, als RSS-Feed aufs eigene Desktop bzw. einen Instant Messenger bestellt oder als SMS auf einem Mobiltelefon gelesen werden.

Die Besonderheit des Mikrobloggings liegt seiner Einfachheit und Mobilität, die schon der SMS bei Mobiltelefonen zum Durchbruch verholfen hat. Daher haben typische Mikroposts auch in etwa die gleiche Länge wie eine SMS (etwa 150-200 Zeichen). Einen kurzen Mikropost mit dem wichtigsten Nachrichten für seine Leser kann der Blogger schnell und von überall erstellen und veröffentlichen – sei es am Computer oder von unterwegs mit dem Handy.

Die Mikroblogging-Anbieter stellen eine Reihe von zusätzlichen Funktionen bereit, um die Aussagekraft der Mikroposts zu erhöhen. So lassen sich die Posts durch eine Verknüpfung mit Google Maps durch geographische Informationen anreichern (z. B. wo befindet sich der Mikroblogger gerade). Auch Audio- und Videodateien können gespostet werden.

Einsatzbereiche für das Mikroblogging gibt es viele, besonders für die schnelle Verbreitung von Informationen ist es geeignet. Als Beispiele seien hier aktuelle Sportergebnisse, Verkehrsinformationen oder Notfallbekanntmachungen genannt. Haupteinsatzgebiet bleibt aber der Freundkreis und liefert eine kontinuierliche Antwort auf die Frage: Was machst Du gerade (Selbstbeschreibung von Twitter)?

In den USA hat sich das Mikroblogging bereits zu einer ernstzunehmenden Ergänzung zum traditionellen Blogging entwickelt. Die demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John Edwards haben ihre Botschaften auch per Mikroblogging unter das Wahlvolk gebracht. Die Exit-Rede von Hillary Clinton konnte in Stichpunkten auch über Twitter verfolgt werden. New York Times und der BBC posten ihre Überschriften und Links zu den Artikeln in Mikroblogs.